Pinterest-Marketing vs. Instagram & TikTok: Die Vorteile für dein Handmade-Business

25. Sep. 2025 | Pinterest Marketing

Bist du es leid, jeden Tag auf Instagram präsent sein zu müssen, um dein Handmade-Business sichtbar zu machen? Fühlst du dich gestresst von ständig neuen TikTok-Trends, die gefühlt über Nacht veralten? Dann wird es Zeit, über Pinterest nachzudenken. Pinterest ist kein klassisches soziales Netzwerk, sondern eine visuelle Suchmaschine – und genau das macht es zum Geheimtipp uns kreative Unternehmer*innen mit handgemachten Produkten. In diesem Beitrag erfährst du warum Pinterest-Marketing so wertvoll ist und welche Vorteile es gegenüber Instagram und TikTok bietet. Am Ende gibt es außerdem ein kostenloses Pinterest-Starter-Freebie auf dich, das dir die ersten drei Schritte zeigt, um auf Pinterest durchzustarten. 🎁

Pinterest Marketing für Handmade Artikel

Pinterest als visuelle Suchmaschine statt Social Media

Der vielleicht größte Unterschied: Pinterest ist eher wie Google als Facebook. Nutzer kommen zu Pinterest, um Ideen, Inspirationen und Produkte zu suchen – nicht, um mit Freunden zu interagieren. Man spricht deshalb von einer visuellen Suchmaschine. Für dich und mich als Handmade-Business bedeutet das: Unsere Inhalte (Pins) werden über Keywords und Interessen gefunden, nicht nur weil jemand dir bereits folgt. Und das ist der Aspekt, den wir für uns ausnutzen wollen. 

  • Gezielte Suche statt endloses Scrollen: Auf Pinterest geben die Leute Begriffe ein wie “DIY Geschenkidee Hochzeit” oder “handgemachte Seife kaufen”. Sie suchen aktiv nach Inspiration oder konkreten Produkten. 97 % der Suchanfragen auf Pinterest sind unbezahlte, generische Suchanfragen ohne Markenname – die Nutzer sind also offen dafür, neue Marken und kreative Ideen zu entdecken. Deine handgemachten Produkte können so von genau den richtigen Leuten gefunden werden, ohne dass sie dich schon kennen.

  • Deine Zielgruppe ist bereits vor Ort: Rund 70 % der Pinterest-Nutzer*innen sind Frauen, und die größte Altersgruppe liegt zwischen Mitte 20 und Mitte 40. Passt das vielleicht zu deiner Zielgruppe? Gerade für DIY, Deko, Mode, Food und Handmade-Themen ist die Community auf Pinterest riesig. Die Nutzer kommen oft mit dem Wunsch, etwas Neues auszuprobieren oder sogar etwas zu kaufen – perfekt für kreative Unternehmer*innen wie uns. 

SEO-Tipp: Verwende auf Pinterest die richtigen Schlagwörter (Keywords) in Pin-Beschreibungen und Titel. So stellst du sicher, dass deine Inhalte in den Suchergebnissen auftauchen und von Interessenten gesehen werden. Anders als Instagram-Hashtags spielen Hashtags auf Pinterest kaum eine Rolle, hier geht es wirklich um Keywords und schöne, klickwürdige Bilder.

(Übrigens: Wenn du noch ganz neu auf Pinterest bist, keine Sorge – am Ende dieses Beitrags kannst du dir ein Freebie mit den ersten drei Schritten für deinen Pinterest-Start herunterladen!)

Langlebiger Content: Deine Pins wirken monatelang

Auf Instagram und TikTok herrscht oft das Motto „hier heute, morgen weg“. Ein Post auf Instagram erhält im Schnitt nur etwa 48 Stunden lang nennenswert Aufmerksamkeit, danach geht er im Feed unter. TikTok-Videos haben eine noch kürzere Halbwertszeit – meist bekommen sie den Großteil ihrer Views innerhalb der ersten Minuten oder Stunden nach Veröffentlichung, danach flaut das Interesse stark ab. Du kennst es sicher: Kaum hast du Content erstellt, musst du schon wieder neuen nachschieben, weil der alte nicht mehr ausgespielt wird.

Pinterest tickt komplett anders. Pins haben eine viel längere Lebensdauer als Posts auf Instagram oder TikTok. Tatsächlich können deine Pins noch Monate nach dem Veröffentlichen Reichweite bringen – oft 6 Monate bis zu einem Jahr lang! Das heißt, Menschen entdecken und speichern deine Pins noch lange Zeit, nachdem du sie erstellt hast. Ein einziger guter Pin kann dir also langfristig kontinuierlich Traffic aufs Etsy-Shop oder deine Webseite spülen, ohne dass du täglich neue Inhalte posten musst.

Warum ist das so? Zum einen, weil Pinterest-Nutzer über die Suche oder ihre Pinnwände immer wieder auf ältere Pins stoßen. Zum anderen “leben” Pins durch Interaktionen weiter: Wird dein Pin von anderen gespeichert (repinnt) oder geklickt, erscheint er erneut bei deren Followern und in Suchergebnissen. So entsteht ein Schneeballeffekt, der für stetigen Besucherstrom sorgen kann.

Für dich bedeutet das: Die Mühe, die du in einen guten Pin steckst, zahlt sich viel länger aus. Evergreen-Content (also Inhalte, die nicht nach kurzer Zeit an Aktualität verlieren) lohnt sich auf Pinterest besonders, denn solche Pins werden über Jahre hinweg immer wieder gesucht und gefunden.

Weniger Aufwand: Pinterest arbeitet (fast) von selbst

Als Solo-Unternehmer*in oder kleines Handmade-Business kennst du das Zeitproblem: Marketing auf Instagram erfordert ständige Aufmerksamkeit. Auf Instagram “musst” du eigentlich täglich präsent sein, Stories posten, Kommentare beantworten und ständig neuen Content produzieren, damit der Algorithmus dich „belohnt“. TikTok ist ähnlich – Trends wechseln rasant, und wer viral gehen will, muss oft mehrfach die Woche (oder Tag) kreativ sein. Das kann schnell zum Vollzeitjob werden.

Pinterest nimmt diesen Druck raus. Hier geht Qualität über Quantität und Beständigkeit über Echtzeit. Du musst nicht jeden Tag live gehen oder reagieren. Stattdessen planst du deine Pins in Ruhe vor und pinnst regelmäßig. Du kannst sogar Tools zum Vorausplanen (Scheduling) nutzen, um Pins für Wochen im Voraus einzuplanen und automatisch veröffentlichen zu lassen. Dieses Vorgehen würde ich dir sehr stark ans Herz legen. So investierst du z.B. ein paar Stunden im Monat, erstellst deine Grafiken und Pin-Beschreibungen, und Pinterest verbreitet sie nach und nach.

Der Effekt: Selbst wenn du mal im Urlaub bist oder dich auf die Produktentwicklung konzentrierst, dein Pinterest-Marketing läuft weiter. Deine älteren Pins werden weiterhin ausgespielt, neue Pins gehen automatisch online – ohne dass du ständig am Handy hängen musst. Auf Instagram oder TikTok ist das undenkbar: Sobald du dort aufhörst, permanent neuen Content zu liefern, bricht deine Sichtbarkeit ein, denn ältere Beiträge werden von den Algorithmen kaum noch gezeigt. Pinterest hingegen “vergisst” deine Inhalte nicht so schnell, solange Nutzer danach suchen oder sie speichern.

Kurz gesagt: Pinterest-Marketing spart Zeit und Nerven. Du arbeitest smarter, nicht härter, weil du mit strategischer Vorbereitung und konsistenter Planung langfristig Ergebnisse erzielst, anstatt im täglichen Posting-Stress zu versinken. (Und die gewonnene Zeit kannst du lieber in die Kreation deiner Produkte oder in echte Kundenpflege investieren!)

Mehr Traffic und kaufbereite Besucher

Ein weiterer riesiger Vorteil: Pinterest ist eine Traffic-Maschine. Jede deiner Pins enthält einen direkten Link zu deiner Website, deinem Etsy-Shop oder deinem Blog – und die Nutzer klicken gern! Im Gegensatz zu Instagram oder TikTok, wo es schwierig ist, Leute von der App weg zu deiner Seite zu führen, ist das Weiterklicken fester Bestandteil der Pinterest-Nutzung. Nutzer wollen zur Quelle der Inspiration gelangen (z.B. zum Tutorial, Rezept oder Produkt hinter dem Pin).

  • Pinterest ermöglicht klickbare Links: Auf Instagram kannst du in normalen Posts keine anklickbaren Links unterbringen (außer über Umwege wie “Link in Bio”). TikTok erlaubt Links in Video-Beschreibungen ebenfalls nicht – da geht Traffic nur über die Bio oder bestimmte Business-Features.

    Pinterest hingegen: Jeder Pin ist mit einer URL verknüpft. Interessiert sich jemand für dein Pin-Bild, kann er/sie sofort auf deine Seite gelangen. Diese Linkfreundlichkeit macht Pinterest unschlagbar, um Webseitenbesucher, Shop-Traffic und letztlich Kunden zu gewinnen.

  • Höherwertige Besucher: Pinterest-Nutzer sind oft näher an einer Kaufentscheidung als Follower auf Instagram. Warum? Weil sie gezielt nach Lösungen oder Produkten suchen. Wenn jemand auf Pinterest etwa nach “handgemachte Kerzen Duft” sucht und deinen Pin klickt, dann besteht bereits konkretes Interesse. Laut Studien haben 85 % der wöchentlich aktiven Pinner schon einmal einen Kauf getätigt, nachdem sie einen Pin eines Brands gesehen haben. Das spricht Bände! Besucher, die von Pinterest kommen, sind häufig in Kauflaune oder zumindest neugierig genug, sich intensiv mit deinem Angebot auseinanderzusetzen.

  • Länger verweilende Kunden: Da Pins auch Informationen und Mehrwerte bieten, kommen viele Nutzer mit der Absicht, etwas zu lernen oder zu machen (“How to…”). Wenn du z.B. einen Blogpost mit “DIY-Tipps” oder ein Tutorial per Pin bewirbst, verweilen die Leute auf deiner Seite, lesen oder speichern deine Anleitung. So baust du Vertrauen auf. Instagram-Besucher hingegen scrollen oft nur schnell vorbei. Pinterest liefert dir also nicht nur mehr Traffic, sondern oft auch engagiertere Besucher, die sich wirklich für dein Thema interessieren – ein großer Pluspunkt für spätere Verkäufe.

Noch ein Bonus: Pinterest-Traffic kann auch dein Google-Ranking unterstützen. Da Pins und die darin verlinkten Seiten über längere Zeit immer wieder angeklickt werden, signalisiert das auch Suchmaschinen, dass deine Seite relevant ist. So zahlt Pinterest gleich doppelt auf deine Sichtbarkeit ein (das nur als Nebeneffekt für die SEO-Fans unter uns 😉).

Evergreen statt Trend-Jagd (TikTok & Instagram im Vergleich)

Schauen wir zum Verständnis noch einmal kurz auf TikTok und Instagram: Diese Plattformen leben von kurzlebigen Trends und schnellem, unterhaltsamem Content. Was heute viral ist, kann morgen vergessen sein. Für dich als Handmade-Business kann das bedeuten, ständig auf dem Sprung zu neuen Video-Ideen, Challenges oder Hashtag-Trends zu sein – ein immenser Aufwand, der nicht jedem liegt. Klar, auf TikTok kann man theoretisch mit einem kreativen Clip Millionen erreichen, aber die Trends wechseln rasant und Inhalte “verglühen” schnell. Und auf Instagram konkurrieren deine Posts mit unzähligen anderen um Aufmerksamkeit im Moment der Veröffentlichung.

Pinterest verfolgt einen nachhaltigeren Ansatz: Hier geht es weniger um kurzfristige Hypes als um dauerhaft interessante Inhalte. Du musst nicht jeden heißen Trend mitmachen, um relevant zu bleiben. Stattdessen kannst du Evergreen-Content erstellen – Inhalte, die immer wieder gefragt sind. Beispiele: Saisonale DIY-Ideen, zeitlose Tipps rund ums Selbermachen, Klassiker deiner Nische. Solche Pins bringen über lange Zeit hinweg immer wieder Besucher, ohne dass du sie ständig neu erfinden musst. Für ein Handmade-Business, das vielleicht keine Ressourcen für Daily Trends hat, ist das ideal: Du positionierst dich mit deinem Fachwissen und deinen Produkten langfristig als Quelle für Inspiration.

Natürlich heißt das nicht, dass du Trends komplett ignorieren sollst – manchmal kann es sinnvoll sein, einen aktuellen Anlass (z.B. Feiertage, virale Challenges) in einem Pin aufzugreifen. Aber der springende Punkt ist: Auf Pinterest hast du die Freiheit, dich auf Qualität und Langlebigkeit deiner Inhalte zu konzentrieren, statt jedem kurzfristigen Hype hinterherzujagen.

Fazit: Nutze Pinterest für nachhaltiges Marketing

Für Anfänger im Pinterest-Marketing – und besonders für dich als Inhaber*in eines Handmade-Business – bietet Pinterest also eine Menge Vorteile gegenüber Instagram und TikTok. Zusammengefasst: Pinterest ist suchbasiert und bringt deine Inhalte vor die Augen von Leuten, die aktiv nach dem suchen, was du anbietest. Deine Pins haben eine viel längere Haltbarkeit und können dir kontinuierlich Traffic bringen, während Instagram/TikTok-Posts schnell an Sichtbarkeit verlieren. Du kannst mit weniger Zeitaufwand mehr erreichen, weil Pinterest keine tägliche Dauerpräsenz verlangt. Und schließlich zieht Pinterest qualifizierte, kaufbereite Besucher auf deine Seite – Leute, die wirklich Interesse an deinen Produkten oder DIY-Ideen haben.

Das heißt nicht, dass Instagram und TikTok “schlecht” sind – sie haben ihre Stärken, z.B. Community-Aufbau oder schnelle Reichweite mit Entertainment. Aber wenn du begrenzte Ressourcen hast (Zeit, Budget, Nerven 😉) und nachhaltig für dein Business Ergebnisse erzielen willst, dann ist Pinterest ein Must-Have in deinem Marketing-Mix. Viele erfolgreiche Kreativ-Unternehmen nutzen die Kombination: Pinterest, um kontinuierlich neue Leute ins Boot zu holen, und Instagram, um die Community-Beziehung zu pflegen. Du kannst also das Beste aus beiden Welten nutzen.

Jetzt bist du dran: Starte noch heute mit Pinterest! Um dir den Einstieg zu erleichtern, habe ich etwas für dich vorbereitet:

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